Lexikon Kölsch - Hochdeutsch
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Sprache kommt von sprechen und daher sollte man die Schreibweise der kölschen Sprache eher differenziert beurteilen. In meiner Kinderzeit, als in bestimmten kölschen Vierteln (Veedel), die Kölsch sprechende Bevölkerung noch in der Überzahl war, war es für mich nicht schwierig herrauszuhören aus welchem Veedel der- oder diejenige stammte oder kam. Heute ist das in der Innenstadt mitunter etwas schwieriger.
Größere Unterschiede gab und gibt es zum gesprochenem Wort im rechtsrheinischen, "op de Schäl Sigg", dort wird nicht "geschwad", sondern "jekallt"! Und damit komme ich jetzt zum geschriebenen "g" oder "j". Es sind meiner Meinung nach die feinen Unterschiede in der kölschen Sprache die nur geübte herraushören bzw. von denjenigen beurteilt werden sollte, die mit der kölschen Sprache aufgewachsen sind oder aber sehr ausgiebig damit auseinandergesetzt haben.
Ein weiteres Beispiel zur Verdeutlichung ist vielleicht "Levve" un "Lääve" für "Leben". Ersteres würde ich im Kölner Kernbereich ansiedeln und zweiteres in den Randbereichen, die sprachlich für mich schon in Mülheim oder auch Ehrenfeld beginnen. Hört man sich Lieder der verschiedensten Kölner Musikgruppen an, wird dies - ganz besonders für das Beispiel "lää-hääääve" - deutlich.
Sehr große Unterschiede findet man im geschrieben Wort Altkölnischer Autoren wie: Peter Berchem, Wilhelm Schneider-Clauß, Wilhem Koch uva.
Jeder einzelne schreibt "sein Kölsch" anders - und trotzdem habe ich kein Problem ihre Texte flüssig zu lesen, - beim lesen und schreiben dieser alten Texte, entdecke ich viele Worte und Begriffe die ich zum letzten Mal vor mindestens vierzig Jahren gehört und - leider - auch benutzt habe.
Diese Entdeckungsreisen in eine unbeschwertere Vergangenheit - weil Kinderzeit - bereitet mir heute "en unjeahnte Freud"! Dabei ist mir die Schreibweise - ob mit "G" oder "J" op jot Kölsch gesaat: "Dreßegal" oder "Dreßejal"? Eben - total nebensächlich!
Genausowenig wie es mir "nie - en d´r Sinn köhm ne´m ahle Kölsche vüürzoschrieve wie er zo schwade hädden"!
Genau so, sollte man auch die Übersetzungen im nachfolgenden Kölschlexikon bewerten. Un jetz wünsche ich "üch vill Spaß un Freud beim entdecke bzw. Kölsch liire"!

Udo Gerth

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